Warnung!

Die Standardinstallation von coLinux ändert die Netzwerk - Konfiguration. Für Schäden die durch die Installation oder Konfiguration von coLinux entstehen, kann ich nicht haftbar gemacht werden. Bitte Installieren Sie keine Software, wenn Sie fürchten, das die durchgeführten Änderungen zu Problemen an Ihrem System führen und Sie diese nicht beheben können!

Benötigte Software:

Für den leichteren Umgang mit der coLinux - Umgebung sollten Sie nachfolgende Software vorher installiert haben.

Installation von coLinux

Für diese Installationsanweisung wurde die coLinux - Version 0.7.3 verwendet. Diese können Sie unter

    http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=98788

herunterladen.

Achtung!

Bei der Installation von coLinux mit den voreingestellten Optionen wird die Netzwerkkonfiguration geändert. Bitte deaktivieren Sie die Komponenten "Virtual Ehternet Driver (coLinux TAP Win32)" und "Bridged Ethernet (WinPcap)" aus der coLinux - Komponentenliste. Diese beiden Verbindungsarten verändern die Netzwerkeinstellungen und können, müssen nicht, Probleme bereiten. Für den weiteren Verlauf werden diese Komponenten jedoch nicht benötigt.

Auf der übernächsten Seite, "Optain a coLinux root file system image", wählen Sie "Debian 4.0" aus. Alle hier aufgeführten Schritte beziehen sich auf dieses Images. Führen Sie die Installation durch und wechseln danach in das Installationsverzeichnis. Dort liegt die Datei Debian-4.0r0-etch.ext3.1gb.bz2, welche nun in das Installationsverzeichnis entpackt wird. Dies kann z. B. mit dem Freeware Programm 7-Zip geschehen.

Als nächstes kopieren Sie nun die Datei "example.conf" in eine neue Datei, z. b. "debian.conf" und ändere die folgenden Zeilen:

cobd0="c:\coLinux\root_fs" nach cobd0="[Installationsverzeichnis]\Debian-4.0r0-etch.ext3.1gb"
"#eth0=slirp" nach "eth0=slirp,,tcp:22:22"

Damit ist die Installation von coLinux abgeschlossen.

Öffnen Sie eine DOS-Box, wechsel in das Installationsverzeichnis und starte coLinux mit "coLinux-daemon.exe @debian.conf". Die Anmeldung erfolgt mit der Kennung "root" und dem Passwort "root".

Nach der Anmeldung innerhalb der DOS - Box sollte ein Ping auf das Standardgateway, bei mir 192.168.0.1, möglich sein. Wenn die Internet - Verbindung aktiviert ist, sollte auch die Namensauflösung, z. B. auf www.yahoo.com, möglich sein. Wenn dieses nicht funktioniert, dann muss die Netzwerkeinstellung korrigiert werden.

Ohne einen Internetzugriff ist die weitere Einrichtung nicht möglich.

Vorbereitende Arbeiten für die Einrichtung der Crosscompiler - Umgebung

Voraussetzung: Eine funktionierender Zugriff auf das Internet.

Zuerst bringen wir das System auf den neuesten Stand und richten eine Secure Shell ein. Damit wird das spätere Arbeiten einfacher. Ich installiere noch den Editor Joe, da ich mit diesem besser umgehen kann, als mit dem vorhandenen Editor nano. Da das Debian - Image nur ein englisches Tastaturlayout enthält, muss für das "-" die "ß" - Taste betätigt werden.

"apt-get update"
"apt-get upgrade" (Achtung! Falls ein deutsche Tastatur verwendet wird, muss zur Bestätigung die "z" - Taste verwendet werden)
"apt-get install ssh joe"

Nun richten wir einen neuen Benutzer ein. Über diesen Benutzer erfolgt dann der Datenaustausch.

“adduser thomas” ENTER

Ein Zugriff auf dessen Home - Verzeichnis sollte nur über das Programm WinSCP möglich sein. Nach betätigen des Schalters "Neu" geben gegeben Sie als Rechnername die IP Adresse 127.0.0.1, den neu erstellten Benutzer und Passwort ein und betätigen Sie den "Anmelden" - Schalter. Nach der Bestätigung des Schlüssels sollten Sie auf das Arbeitsverzeichnis des neu erstellen Benutzer zugreifen können.

Für alle nachfolgenden Arbeiten verwende ich die Secure Shell, z. B. mit dem Programm putty, da hier das deutsche Tastaturlayout funktioniert. Die Secure Shell steht unter der IP - Adresse 127.0.0.1 zu Verfügung.

Einrichten des deutschen Tastatur - Layouts

(Nur notwendig, wenn Sie direkt auf der coLinux - Konsole arbeiten und nicht über das Programm putty.exe an coLinux anmelden)

Die Tastatur ist auf dem englischen Tastatur - Layout eingestellt, so dass wir diese auf ein deutsches Layout umstellen. Falls Sie über dem Konsole von coLinux arbeiten, der Bindestrich liegt auf der "ß" - Taste. Auf der Konsole geben wir folgende Befehle ein:

"apt-get install locales console-tools console-data console-common" und bestätigen die zu installierenden Pakete mit "z", sofern auf der coLinux - Console gearbeitet wird.

Es erfolgt die Nachfrage nach dem zu setzenden Tastaturlayout. Dazu wird der erste Menüpunkt ausgewählt, dann der Eintrag mit "qwertz", als nächstes "German". Man landet danach wieder auf der Konsole.

Damit die Tastatur korrekt gesetzt wird, zur Zeit steht diese auf mac-usb-de-latin1, muss noch ein

"dpkg-reconfigure console-data"

eingegeben und wieder muss der erste Menüpunkt ausgewählt werden, dann der Eintrag mit "qwertz", als nächstes "German". Jetzt folgt noch die Auswahl "Standard" und als letztes "latin1 - no dead keys". Leider sind dadurch die Umlaute immer noch nicht erreichbar.

Platz schaffen

Fahren Sie, falls nicht schon geschehen, das coLinux herunter, so dass das Root - Image nicht mehr im Gebrauch ist.

Das Root - Image ist leider zu klein für die zukünftigen Arbeiten. Daher erstellen wir eine zweite Festplatte, auf der alle künftigen Arbeiten erledigt werden. Das Original - Image bleibt dann von den temporären Dateien verschont und nur das fertige Kompilat wird übernommen.

Dazu wird eine Command - Shell aufgerufen und in das Installationsverzeichnis von coLinux gewechselt.  Unter Windows XP wird eine 2GB wie folgt erstellt:
fsutil file createnew workfile.2gb 2147483648
Damit diese Datei in der coLinux - Umgebung verfügbar ist, muss die Konfigurationsdatei um die Zeile
cobd2="[Installationsverzeichnis]\workfile.2gb"
erweitert werden. Der nächste Schritt ist die Einrichtung und Formatierung dieser Datei unter Linux. Dafür starten wir die coLinux - Umgebung und melden uns als root an.

Als erstes muss eine Partition erstellt werden dazu wird innerhalb von coLinux
fdisk /dev/cobd2
aufgerufen. Die komplette Datei wird einer Partition zugeordnet. Mit dem Befehl
mke2fs /dev/cobd2
wird die Datei formatiert und kann eingebunden werden. Dazu wird die Datei /etc/fstab um folgende Zeile erweitert.
/dev/cobd2   /root/install   ext2   auto,noatime,errors=remount-ro   0   1.
Jetzt noch einen Neustart durchführen, damit die geänderte Konfiguration auch für die weiteren Schritte verwendet wird.

Damit ist die Installation und Einrichtung von coLinux abgeschlossen.